Ausflug – Gymnastik-Damen 50+ 20-jähriges Bestehen

 der Abteilung 50+ Gymnastikdamen!

 

Grund genug endlich mal einen Ausflug zu machen. Und so machten sich 11 Frauen aus Karin Kuttlers Gruppe am vergangenen Donnerstag auf den Weg in Richtung Franken. Alles bestens organisiert vom hiesigen Busunternehmen Schuker stand als 1. Programmpunkt ein Besuch in Jochsberg im Tomaten-Schaugarten von Robert Meier auf dem Plan. Von der „Mini-Mini-Tomate“ über das 1000g schwere Prachtexemplar bis hin zum 6 m hohen Himmelsstürmer brachte uns Herr Meier in „breitestem fränkisch“ seine über 150 Tomatensorten aus aller Welt auf anschauliche Art und Weise näher. Leider durfte niemand probieren, da seine „Domadn“ ausschließlich zur Samengewinnung verwendet werden. Nach dem Mittagessen hatten wir dann in Rothenburg o.d.T. 2 Stunden Zeit, diese wunderschöne mittelalterliche Stadt zu erkunden. Am Kriminalmuseum wurde jede von uns mal kurz an den Pranger gestellt und war bestimmt froh, dass wir uns – im Gegensatz zum Mittelalter – nur einen „Fotospaß“ daraus machten. Im „Historischen Gewölbe“ im Rathaus tauchten wir für eine ½ Stunde in die Vergangenheit der Stadt ein. Wir erfuhren, dass im Jahre 1631 der damalige Bürgermeister Nusch durch Austrinken (ohne abzusetzen) eines Humpens, der mit 3 ¼ l Wein

 gefüllt war, die Stadt retten konnte. Ansonsten hätte der katholische General Tilly alle Ratsherren getötet und ganz Rothenburg geplündert und niedergebrannt. Das war der berühmte Meistertrunk. Im Keller des Rathauses konnten wir die alten Kerkerverliese mit Streckbank, Daumenschrauben

 und anderen fürchterlichen Folterinstrumenten aus der damaligen Zeit besichtigen. Mit einer leichten Gänsehaut im Nacken und froh, in der heutigen Zeit leben zu dürfen, begaben wir uns wieder nach oben ans Tageslicht und in die „Freiheit“. Nach einem Spaziergang durch die Herrngasse, vorbei an prächtigen Patrizierhäusern, gelangten wir zum Burgtor. Dort machte eine freundliche Holländerin von uns – als Beweis so zu sagen – das obligatorische Gruppenfoto. Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass man in Rothenburg als „Schwabe und Deutscher“ immer in der Minderheit ist. Es wimmelt nur so von Amerikanern, Asiaten und anderen Ausländern. Oder sind wir dort gar die Ausländer? – Egal - Die Hauptsache, dass alle friedlich und freundlich miteinander umgehen. Dort zumindest scheint es zu klappen. Zurück im Bus ging´s wieder in Richtung Heimat. Zur Gitarre wurden noch ein paar Liedchen gesungen und dann waren wir auch schon bald zu Hause in Bronnweiler. Schön war´s. Unsere Gymnastik-Stunde ist immer donnerstags von 15.45 Uhr – 16.45 Uhr. Die beiden ältesten in unserer Gruppe sind 82 Jahre alt, vom Alter her gesehen also eine Spannbreite von mehr als 30 Jahren. Jede macht soviel mit, wie sie will und kann. Ein bisschen Bewegung tut immer gut und in Gesellschaft macht es doch gleich etwas mehr Spaß. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch die ein oder andere Dame 50+ zu uns gesellen würde.

Doris Ellenberger