TV-Bronnweiler, Radausfahrt der Jedermänner und Senioren

 

Nachdem in den Jahren zuvor das Donautal von der Quelle bis kurz vor Ulm im Programm der Radausfahrt war, hatten wir uns für dieses Jahr eine andere Richtung vorgenommen. Das Neckartal mit dem Startort Bietigheim war der Ausgangspunkt für unsere zwei tägige Tour. Man bemerkte sofort, dass es nicht unsere erste Radausfahrt war und dass sich schon eine gewisse Routine eingeschlichen hatte. Das beladen des Fahrradhängers geht schon wie von selbst und die dauernden Fragen „ was muas ma denn elles mitnamme“ blieben aus. Der erste Tag führte uns zuerst mal weg vom Neckar zum Schloss Monrepos und von dort über Asperg nach Markgröningen. Auch wenn das langgezogene Fahrerfeld mit zwischenzeitlich 17 Teilnehmern wie eine Radveranstaltung aussieht, die TVB ler sind nicht bei der Tour de France. Niemand muss sich während der Fahrt klebrige Powerriegel in den Rachen stopfen sondern die erste Etappe endet nach 10 km mit einem Halt und einem ausgedehnten Frühschoppen. Die Gartenwirtschaft auf dem Markplatz mit Blick auf das herrliche, altertümliche Rathaus lud zum verweilen ein. Danach ging es über Hochdorf ins Enztal. Von dort aus folgten wir den Spuren der Schwarzwaldflößer, die vor langer Zeit ihre Stämme aus dem Schwarzwald zum Neckar brachten. Bis Bietigheim bot sich eine vielseitige Landschaft mit bewaldeten Bergen, Weinbergen und eindrucksvollen Flussschleifen. In Bietigheim ging es dann zu Fuß durch die romantische Altstadt bis zum Biergarten der Brauereigaststätte Rossknecht. Umgeben von Schlossmauern haben sich die Sportler des TV-Bronnweiler mit den selbstgebrauten Bieren und typisch schwäbischen Gerichten wieder neu gestärkt. Das Wetter spielte mit und bewegte uns dazu, am Nachmittag noch eine ungeplante Schleife dazu zu packen. Der Abend im Hotel verlief so, wie man sich einen Männerabend vorstellt. Einziger Wehrmutstropfen war das Ausscheiden unserer Fußballdamen bei der WM. Am Sonntag ging es zum Neckartalradwanderweg. Erste Station war Marbach mit seiner historischen Altstadt und dem Geburtshaus von Schiller. Weiter ging es über Pleidesheim zur traditionsreichen Weinbaugemeinde Mundelsheim. Hier zeigt sich das Neckartal von seiner besten Seite. Gepflegte Radwege, links der Necker, rechts die Weinberge und strahlender Sonnenschein. So stellt man sich eine perfekte Radwanderung vor. Die Felsengärten zwischen Besigheim und Hessigheim beeindrucken durch riesige Felsbrocken und liefern einen weiteren Beitrag für die schöne Landschaft. Nicht Schiller sonder Goethe kommt einem in den Sinn mit seinem Zitat „ Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“. Die Felsengartenkellerei war der ideale Rastplatz für die Mittagspause, bevor es dann über Besigheim auf der anderen Seite des Neckars wieder zurück zum Startort ging. Kaum waren Gepäck und Räder in den Fahrzeugen verstaut zogen dicke Wolken auf und es begann kräftig zu regnen. Zufriedenheit und ein leichtes Schmunzeln stellte sich ein und so manch einer der Bronnweiler Sportler freut sich auf die nächste Radwanderung. EW